Über meine Kunst
Ich bin Andreas Ostermann, bildender Künstler aus Oberösterreich.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Malerei, Fotografie, LandArt und den Spuren, die Zeit, Natur und Wahrnehmung in unserer Welt hinterlassen.
Meine Arbeiten entstehen aus der Aufmerksamkeit für den Augenblick. Mich interessiert nicht die perfekte Abbildung der Wirklichkeit, sondern das, was sich zeigt, wenn wir bereit sind, genauer hinzusehen.
Meine Kunst ist eine Einladung, die Welt mit größerer Aufmerksamkeit zu sehen.
Diese Haltung verbindet alle meine Arbeiten – unabhängig vom Material. Ob Papier, Leinwand, Metall oder die Landschaft selbst: Entscheidend ist nicht das Medium, sondern die Aufmerksamkeit, mit der wir der Welt begegnen.
Ich verstehe Kunst nicht als Antwort, sondern als Einladung zur Wahrnehmung.
Mein Weg
Mein künstlerischer Weg begann mit einem Fernstudium an der Kunstschule Zürich. Dort lernte ich unterschiedliche Techniken und Stilrichtungen kennen und entwickelte die Grundlagen meines heutigen Schaffens.
Es folgten Seminare an der Volkshochschule Steyr und Linz sowie Weiterbildungen bei Prof. Mag. August Svoboda und Margarete Helfert in Wien.
2002 legte ich die Berufsreifeprüfung mit dem Schwerpunkt Kunst, Kultur und Neue Medien ab.
Studienreisen nach Venedig, Rom und in die Toskana erweiterten meinen Blick auf Kunst und Architektur und prägen meine Arbeit bis heute.
Seit 1981 bin ich Mitglied der Künstlergruppe ART64, deren Obmann ich von 1993 bis 2016 war.

Wie meine Arbeiten entstehen
Ich arbeite selten an einzelnen Bildern.
Mich interessieren Themen, die sich über längere Zeit entwickeln und immer neue Facetten zeigen.
Deshalb entstehen viele meiner Arbeiten als Bildserien oder Zyklen.
Jede Serie beginnt mit einer Frage, einer Beobachtung oder einer Begegnung. Erst nach und nach entwickelt sich daraus eine eigenständige Bildwelt. Manche Themen begleiten mich über Jahre und verändern sich mit jeder neuen Arbeit.
Im Laufe der Jahre sind Bildserien entstanden, die unterschiedliche Ausdrucksformen nutzen – von Tanz, Akt und Ikarus über LandArt, abstrakte Malerei und Fotografie bis hin zu den aktuellen Frottagen von Baumrinden. Sie alle verbindet die Suche nach Bewegung, Ruhe, Struktur und einer aufmerksamen Wahrnehmung der Welt.
Meine Arbeiten entstehen nicht aus der Bindung an eine bestimmte Technik, sondern aus einer künstlerischen Fragestellung. Deshalb verwende ich je nach Situation klassische oder digitale Medien – immer mit dem Ziel, das sichtbar zu machen, was mich an einem Motiv berührt.
Ein Beispiel für diese Arbeitsweise ist meine Serie „ZEN”.
Die Serie ZEN entstand aus einer einfachen Beobachtung.
In unserer schnellen Zeit schauen wir vieles nur noch flüchtig an.
Wir sehen – aber wir nehmen kaum noch wahr.
Sie laden dazu ein, innezuhalten und den Blick auf das Wesentliche zu richten.
Oder, wie es ein Zen-Gedanke beschreibt:
Das Zentrum der Kraft entsteht dort, wo Ruhe herrscht, wo der Mensch innehält und das Wesentliche im Blick behält.
